Der neue Kantor stellt sich vor:

 

Kantor Michael

Als neuer Chorleiter in der Region Tempelhof möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen: mein Name ist Johann-Albrecht MICHAEL, geboren und aufgewachsen bin ich in Franken. Nach dem Abitur habe ich in Bayreuth, Freiburg und Heidelberg Kirchenmusik studiert. Parallel dazu hatte ich in kleineren Gemeinden Stellen als Organist und Chorleiter inne. In Freiburg habe ich meinen eigenen, unabhängigen Studentenchor „Tritonus“ gegründet, und sieben Jahre lang habe ich als „deutsch-französischer Grenzgänger“ das „Ensemble Vocal Universitaire de Strasbourg (EVUS)“ geleitet.

 

Auf meiner ersten großen Stelle in Soest/Westfalen war ich als A-Kantor für die Kirchenmusik in der Petri-Pauli-Gemeinde in Soest verantwortlich, wo die Leitung der übergemeindlichen Chöre, des Gospelchors „Magnificats“ und der „Soester Stadtkantorei“, zu meinen Aufgaben gehörte. Ich habe den Aufbau der neuen Orgel in dieser Gemeinde begleitet und zur Einweihung ein Festival organisiert, das dieses Jahr (2016) zum 10. Mal stattfand: die „Orgelwoche an St. Petri“. Als einer der Kreiskantoren im Kirchenkreis Soest war ich zusätzlich für die Ausbildung nebenamtlicher Organisten und Chorleiter zuständig.

 

Seit März 2016 bin ich als Kantor in der Region Berlin-Tempelhof mit Schwerpunkt Chorleitung tätig. Zu meinen Aufgaben gehört die Leitung der Kantorei Alt-Tempelhof, die Leitung des Bläserkreises und die Ausbildung der Jungbläser sowie in Zusammenarbeit mit meinem Kollegen Kantor Wilcken die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste in den verschiedenen Kirchen der Region Tempelhof.

 

Ich freue mich, wenn Sie uns in den kommenden Jahren als Besucher unserer Konzerte und Auftritte die Treue halten und wünsche Ihnen viel Freude beim Zuhören!

 


 

37 Jahre Kantor Wolfgang Wedel

 

Wolfgang und Doris

 

 

37 Jahre im Dienste der Ev. Kirchengemeinde Alt-Tempelhof, da ist es irgendwann an der Zeit, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Ist man so lange mit zwei Gruppen in der Gemeinde tätig – hier mit der Kantorei und dem Posaunenchor - ist es ganz natürlich, dass es am Ende nicht leichtfällt, den Taktstock aus der Hand zu legen.

Geprägt durch seine Tätigkeit als Korrepetitor und Stellvertreter des Direktors der Sing-Akademie zu Berlin, Hans Hilsdorf, legte er besondere Maßstäbe auch an die Qualität „seiner“ Kantorei. Bei seiner gesamten Arbeit blieb er seinem Motto treu: „Musik ist etwas Heiliges“. Egal, ob es sich um einen gesungenen, auf der Orgel oder vom Posaunenchor gespielten Choral, eine Motette oder um ein großes Oratorium handelte, immer hat er von sich und den Ausübenden verlangt, ihr Bestes zu geben.

Es ist vorgekommen, dass sein fränkisches Temperament mit ihm durchging, wenn die Sängerinnen und Sänger der Kantorei sich noch nicht so ganz auf der Linie des Kantors befanden. Auch wenn die Proben manchmal lange dauerten, fand er am Ende doch immer einen Weg, eine schwierige Passage zur Zufriedenheit aller zu meistern.

Die Sängerinnen und Sänger wurden nach und nach an immer größere Aufgaben herangeführt, die in intensiver Probenarbeit gelöst wurden. Als Ergebnis wurden der Gemeinde in den jährlichen Konzertauftritten bekannte und auch weniger bekannte Werke präsentiert, was meist in voller Kirche mit Begeisterung aufgenommen wurde. Die langjährige Zusammenarbeit mit der „Vogtland Philharmonie Greiz – Reichenbach“ war in dem Zusammenhang die Basis für die sehr harmonische Konzertpraxis. Wir werden uns noch lange erinnern, dass wir die großen Werke dank seiner Arbeit nicht nur hören, sondern selber singen und erleben konnten und damit einen besonderen Zugang zu den Werken bekamen.

Diese besondere Leistung wurde dann im Jahr 1996 mit dem Titel „Kirchenmusikdirektor“ gewürdigt.

Jetzt ist es an der Zeit, die eigenen Belange nicht mehr nur dem Dienst unterzuordnen. Endlich Zeit für das Hobby wie etwa dem Kochen! Und auch mehr Zeit für seine Frau Doris, die ihm seit vielen  Jahren treu zur Seite steht.

Wir wünschen unserem Wolfgang einen weiteren gesunden, geruhsamen und erfüllten Ruhestand.